News Auswertung der Mikroschadstoffuntersuchungen Im vergangenen Jahr wurden auf Anregung des Landes NRW und der Bezirksregierung Detmold an vielen Kläranlagenabläufen Untersuchungsserien zur Determination von Mikroschadstoffen, vorwiegend Arznei- und Röntgenkontrastmittel, vorgenommen und über die Elimination dieser Substanzen diskutiert. OWL Umweltanalytik hat 20 Untersuchungen an 13 Kläranlagen vorgenommen, deren Ergebnisse im Folgenden näher erläutert werden sollen. 1. Antibiotika  Von den insgesamt 35 untersuchten Antibiotika konnten 14 nicht nachgewiesen werden. Zwei Antibiotika, nämlich Sulfamethoxazol und Trimethoprim waren in jeder Probe vorhanden. Weitere häufig nachgewiesene Antibiotika waren Erythromycin (19x), Dehydrato-Erythromycin (17x), Clarithromycin (15x) und Ciprofloxacin (13x). Die nachgewiesene Menge variierte deutlich, sowohl zwischen den unterschiedlichen Antibiotika, als auch bei einzelnen Substanzen zwischen verschiedenen Proben. 2. Betablocker  Von den sieben untersuchten Betablockern konnten lediglich zwei, nämlich Betaxolol und Pindolol gar nicht nachgewiesen werden. Drei der Betablocker (Bisoprolol, Metoprolol und Sotalol) waren hingegen in allen Proben enthalten. Die nachgewiesene Menge der Betablocker schwankte sehr stark, sowohl zwischen den verschiedenen Medikamenten, als auch zwischen den unterschiedlichen Proben verschiedener Kläranlagenabläufe. 3. Rötngenkontrastmittel Die sieben analysierten Röntgenkontrastmittel konnten alle in mind. einer Probe nachgewiesen werden. Am häufigsten waren Iomeprol (18x), Amidotrizoesäure (17x) und Iopamidol (16x) zu finden. Auffällig bei den Röntgenkontrastmitteln war die große Schwankungsbreite zwischen den gefundenen Mengen einer Substanz