News
Änderung der Angabe der Oxidierbarkeit auf den
Trinkwasserbefunden
Der Parameter "Oxidierbarkeit" wird mit Hilfe des Permanganat-Indexes bestimmt.
Der Permanganat-Index ist ein Summenparameter, der die Gesamtbelastung des
Trinkwassers mit verschiedenen organischen Stoffen (höhere
Kohlenstoffverbindungen) anzeigt. Den größten Anteil am Permanganat-Index eines
Trinkwassers liefern meist die Huminstoffe/-säuren. Dies sind Stoffe, die sich meist
aus Resten abgestorbener Pflanzen im Boden bilden. Während sie im Boden
nützliche Effekte haben, sind sie im Trinkwasser unerwünscht.
Zur Bestimmung der Oxidierbarkeit wird die Wasserprobe mit einer
Kaliumpermanganatlösung (einem Oxidationsmittel) bekannter Konzentration und
Schwefelsäure in einem siedenden Wasserbad während einer festgelegten Dauer
erhitzt. Ein Teil des Permanganats wird von den oxidierbaren Stoffen in der Probe
reduziert. Der Verbrauch an Permanganat wird durch Zugabe eines Überschusses
an Natriumoxalat-Lösung und anschließende Titration mit Kaliumpermanganat
bestimmt.
Bisher wurde die Oxidierbarkeit als Kaliumpermanganatverbrauch in mg/l mit einem
in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) festgelegten Grenzwert von 20 mg/l
angegeben. Künftig wird die Oxidierbarkeit als Kaliumpermanganatindex als O2 in
mg/l mit einem in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) festgelegten
Grenzwert von
5 mg/l angegeben. Die Änderung der Angabe ist lediglich das Resultat einer etwas
anderen Berechnung. Die Methode zur Ermittlung der Oxidierbarkeit ist in beiden
Fällen dieselbe. Zukünftig wird lediglich der ermittelte
Kaliumpermanganatverbrauch mit einem Faktor multipliziert um die Oxidierbarkeit
als O2 in mg/l zu berechnen.