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Auswertung der Mikroschadstoffuntersuchungen - Teil 2
Nachdem bereits im vergangenen Jahr durch OWL Umweltanalytik
Untersuchungen auf Mikroschadstoffe vorgenommen worden waren, sind nun in
einer zweiten Kampagne im Zeitraum von April bis Juni noch einmal 10 Abläufe von
Kläranlagen hinsichtlich der Belastung mit Spurenstoffen untersucht worden, deren
Ergebnisse im Folgenden näher erläutert werden sollen.
1. Antibiotika
Von den insgesamt drei untersuchten Antibiotika (Clarithromycin, N4-
Acetylsulfamethoxazol, Sulfamethoxazol) konnte lediglich das N4-
Acetylsulfamethoxazol in einer der zehn Proben nicht nachgewiesen werden. In
den anderen Proben waren alle drei untersuchten Antibiotika nachweisbar. In der
vorangegangenen Kampagne waren Clarithromycin und Sulfamethoxazol bereits
untersucht worden. Clarithromycin fand sich damals in 15 der 20, Sulfamethoxazol
in allen 20 Proben. Die Mengen lagen ebenfalls in ähnlichen Bereichen wie in der
aktuellen Kampagne
2. Benzotriazole
Erstmals wurden im Rahmen der Mikroschadstoffuntersuchungen auch
Benzotriazole analysiert, die durch ihre vielseitige Verwendung in Farben, Lacken,
als Korrosions- und Frost-schutzmittel, in Kühlflüssigkeiten und Schmierstoffen etc.
und ihre schlechte Abbaubarkeit relevant sind. Alle drei untersuchten Benzotriazole
konnten in jeder Probe nachgewiesen werden.Die ermittelte Menge schwankte
sowohl innerhalb der einzelnen Benzotriazole, als auch untereinander stark.
3. Betablocker
Wie schon in den vorangegangenen Untersuchungen waren die beiden
untersuchten Beta-blocker Metoprolol und Sotalol wieder in allen Proben
enthalten.Die nachgewiesene Menge ähnelte ebenfalls den bereits durchgeführten
Untersuchungen.
4. Röntgenkontrastmittel
Von den vier analysierten Röntgenkontrastmitteln konnten Amidotrizoesäure und
Iomeprol in jeder Probe nachgewiesen werden, Iopamidol in 80% und Iopromid in
der Hälfte aller Proben. Auffällig bei den Röntgenkontrastmitteln war wieder die
große Schwankungsbreite zwischen den gefundenen Mengen einer Substanz